Damit der Fall der Fälle nicht zur Falle wird.
Die
Regale in den Läden sind übervoll, und die Auswahl an
Produkten ist so gross wie nie zuvor. Mehr denn je unterhält die
Schweiz wirtschaftliche Beziehungen zum Ausland, Handelsbarrieren
werden abgebaut. Von grösseren Naturkatastrophen, welche die
Versorgungslage unseres Landes nachhaltig beeinträchtigt hätten,
sind wir in den letzten Jahrzehnten verschont geblieben. Manche mögen
sich angesichts dieser Situation fragen: «Haushaltvorrat -
wozu?»
Gerade die zunehmende internationaleVerflechtung hat
dazu geführt, dass auch wir die Auswirkungen von Ereignissen in
Ländern zu spüren bekommen, die vielleicht Tausende von
Kilometern entfernt sind. Überschwemmungen, Dürrekatastrophen,
radioaktive Verstrahlungen oder bewaffnete Konflikte irgendwo auf der
Welt können die Ursachen für die Verknappung bestimmter
Nahrungsmittel und Energieprodukte in der Schweiz sein.
Herrn
Andreas Bellwald ex-Delegierte für wirtschaftliche
Landesversorgung:
"Schon relativ kleine Unregelmässigkeiten der Transport- und Kommunikationssysteme können den Warenstrom empfindlich stören. Durch die "Just-in-time"-Philosophie - Waren werden erst dann angeliefert, wenn man sie braucht - sind die Vorräte privater Unternehmen stark zurückgegangen. Pflichtlager und die Sicherstellung der Transport- und Kommunikationswege sind deshalb nach wie vor von zentraler Bedeutung."
